mA – JHFH am Limit

Handball = Hochgeschwindigkeitssport. Wer sich in dem Sport auskennt, der weiß mit was für einem Tempo mittlerweile die Handballhallen durchpflügt werden. Deshalb überlegt man auch im Gremium des Sportes die mannschaftliche Kaderstärke auf 16 Spieler zu erhöhen. Hilft aber alles nix wenn am Ende des Tages nur 8 statt der laut Regelwerk möglichen 12 Feldspieler zur Verfügung stehen. So erging es den A-Jugendboys der JHFH. Durch Krankheit, Verletzung und das Zweitspielrecht standen Trainer Dirk Förster nur die berühmten 10 Mohikaner zur Verfügung, 2 im Tor und 8 im Feld. Aber, es half ja nix außer Backen zusammenkneifen und durch durch den Tunnel. „Mein Plan war unsere Gäste gleich richtig unter Druck zu setzen und schnell für Ruhe im Karton zu sorgen“ so Förster, der seine Jungs so beginnen sah wie er es wollte. Ganze 4 Minuten waren nämlich gespielt, dann knallte Gästetrainer Thomas Schwarz bereits die grüne Karte auf den Kampfrichtertisch. Ziele gab es dabei sicher 2: Zum einen wollte er den Lauf der Unterländer Rasselbande unterbrechen und zum anderen wohl seine Jungs wecken. Bis dahin stand es nämlich schon 4:1 für die Hausherren und Talentebomber Yannick Starz legte den 5. Treffer gleich noch hinterher. 5:1 nach 5 Minuten – die JHFH in Feierlaune, aber eben nur bis dahin. Dann nämlich kamen 25 Minuten die jeder Koch ( und wahrscheinlich Jugendtrainer) kennt. Die Zutaten sind eine absolute Sensation aber man kriegt einfach den Geschmack nicht hin – weil –

richtig: Das Salz in der Suppe fehlt. Ersetzen wir nun die Worte Zutaten durch Wille und Spielansatz, Geschmack durch Ergebnis und – genau – Salz durch Tore, dann sind wir wieder Samstagnachmittag in der Stauwehrhalle. Plötzlich hatten nämlich die Gastgeber im Angriff das berühmte Fracksausen. Gründe dafür gab ́s eigentlich keine, denn bis dahin war der Auftritt souverän. Zwar hatte Gästekeeper Simon Häußermann zusammen mit Oppenweilers bestem Feldspieler Robin Schindler den Weckruf ihres Trainers gehört, den beiden die Schuld an der Abschlussschwäche zu geben wäre aber fehl am Platze. Die Hausherren kreierten nach wie vor ihre Chancen, nutzten sie aber nicht. Am Ende der ersten Halbzeit hatten sie so sage und schreibe VIERZEHN 100%ige Dinger liegen gelassen. Normalerweise der Genickbruch für jede Mannschaft, aber was war an diesem Tage schon normal? „Wir sind vorne wirklich fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen, aber was wir hinten gedeckt haben, das war sensationell“ erklärte Förster den knappen Halbzeitstand von 11:10 für seine Buben. Es sind halt solche Momente, die eine Mannschaft ausmachen. Das Häufchen Handballer rückte zusammen und wurde in der Rückwärtsbewegung vom Lamm zum Teufel. Die Gäste bekamen kaum klare Torgelegenheiten und wenn doch, dann avancierte oftmals Tom Wurm zum Apotheker und krallte sich die Pille.Nach dem Pausentee ging es noch 5 Minuten im Gleichschritt weiter. Tor links, Tor rechts – 14:14 – 35. Spielminute. Dann hatten die Boys um Spielmacher Ryan Kollat die Visiere eingestellt. Der angesprochene und der Doppelpacker Starz stellten auf 17:14. Der Nachwuchs des HCOB klammerte zwar noch ein bisschen und blieb bis zur 45. Minute dran, musste dann aber abreißen lassen. Die durchgehend nervige Abwehr mit dem nun nicht minder dahinter nervenden Max Löbich zog Gästezähne, sorgte für einfache Ballgewinne und schickte vor allem die beiden erfolgreichsten Schützen Yannick Starz (11) und Marius Lauer (8)in Richtung Häußermanngehäuse. Mit der Präzision der nunmehr passenden Kochmütze distanzierten die Hausherren so ihren sportlichen Gegner und gewannen am Ende verdient mit 31:22. „ Meine Kerle haben heute Sensationelles geleistet. Wir haben in der Abwehr geackert wie die Pferde und es so geschafft, dass der HCOB nur noch durch Einzelaktionen zum Erfolg kam. Den Sieg haben sich die Jungs wirklich hart und mit einer Megamoral erarbeitet“ freute sich Förster am Schluss.
Kommende Woche geht es dann zum VfL Waiblingen.
Für die JHFH: Tom Wurm und Max Löbich im Tor, Ryan Kollat 1, Jojo wagner6/1, Marius Braun 8, Yannick Starz 11/1, Levin Rösch 1, Yannis Mauk 1, Pascal Thiele 3, Hannes Hagelauer (n.e.) , Lukas Heupel

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